Frequenzweichen-Rechner Vorläufig

Passive Lautsprecher-Weiche für 2 oder 3 Wege berechnen – Spulen- und Kondensatorwerte, Schaltplan, Filterkurven sowie Zobel-Glied und L-Pad. Von 6 bis 24 dB/Oktave.

Hz
Hz
Ω
Ω
Ω

Bauteilwerte

Schaltplan

Filterkurven

Idealer Verlauf der Filter (ohne Chassis-Eigenfrequenzgang und Impedanzgang). Trennpunkte gestrichelt.

Korrektur-Bauteile (optional)

Zobel-Glied – Impedanz des Tieftöners linearisieren

Gleicht den Impedanzanstieg durch die Schwingspulen-Induktivität aus, damit die Weiche sauber arbeitet.

Ω
mH
Widerstand RzΩ
Kondensator CzµF

L-Pad – Hochtöner im Pegel absenken

Senkt einen zu lauten Hochtöner ab und hält die Impedanz für die Weiche konstant.

dB
Vorwiderstand R1 (in Reihe)Ω
Parallelwiderstand R2Ω

So funktioniert eine passive Weiche

Eine passive Frequenzweiche sitzt zwischen Verstärker und Chassis und verteilt das Musiksignal nach Frequenz: tiefe Töne zum Tieftöner, hohe zum Hochtöner. Sie besteht nur aus Spulen (Induktivitäten) und Kondensatoren – eine Spule in Reihe lässt Tiefes durch, ein Kondensator in Reihe lässt Hohes durch.

Flankensteilheit & Filtertyp

Die Ordnung bestimmt, wie schnell ein Zweig außerhalb seines Bereichs leiser wird: 1. Ordnung = 6 dB/Oktave (sanft, eine Spule bzw. ein Kondensator), bis 4. Ordnung = 24 dB/Oktave (steil, je vier Bauteile).

  • Butterworth – maximal flacher Amplitudengang, −3 dB am Trennpunkt.
  • Linkwitz-Riley – beide Zweige liegen am Trennpunkt bei −6 dB und addieren sich glatt zu 0 dB; der heutige Standard für saubere Übergänge (nur für gerade Ordnungen, 12 und 24 dB).

Zobel-Glied & L-Pad

Echte Chassis sind keine reinen Widerstände: Die Impedanz des Tieftöners steigt zu hohen Frequenzen durch die Schwingspulen-Induktivität – ein Zobel-Glied (R + C parallel zum Chassis) gleicht das aus, damit der Tiefpass auf der berechneten Frequenz trennt. Ist der Hochtöner lauter als der Tieftöner (häufig), senkt ein L-Pad (zwei Widerstände) ihn pegelrichtig ab, ohne die Impedanz zu verändern.

Hinweis: Die Werte gelten für ideale, ohmsche Chassis. In der Praxis bestimmen der reale Impedanz- und Frequenzgang der Treiber den tatsächlichen Übergang – für ein optimales Ergebnis sind Messung und Feinabstimmung (z. B. mit Mess-Software) nötig. Spulen am besten mit niedrigem Eigenwiderstand wählen; Kondensatoren als Folientypen.