Gewöhne dein Pferd nach der Winterpause Schritt für Schritt an die Weide. Trage Startzeit, tägliche Steigerung und Ziel-Weidezeit ein – der Rechner erstellt einen Tag-für-Tag-Kalender zum Abhaken, Ausdrucken oder als PDF speichern. Mit sinnvollen Vorgaben für gesunde und für stoffwechselempfindliche (EMS) Pferde.
Pferd & Einstellungen
Optional – erscheint auf dem Ausdruck
Optional – nur fürs PDF
Setzt sinnvolle Startwerte – alle Felder bleiben frei anpassbar.
Erster Weidetag – Standard ist heute
Min
Weidezeit am ersten Tag
Min
Wie viel länger pro Schritt
Tage
Bei 1 täglich, bei 2 alle zwei Tage erhöhen
Std
Danach gilt der Plan als abgeschlossen
Dauer bis zum Ziel–Tage
Erster Weidetag–
Ziel erreicht am–
Ziel-Weidezeit pro Tag–
Dein Anweideplan
Tipp: In der Spalte „Bemerkung“ kannst du je Tag etwas eintragen, und mit dem ✕ einen Tag aussetzen (z. B. wegen Krankheit) – die folgenden Weidetage rücken nach hinten. Im Druckdialog „Als PDF speichern“ wählen.
Erstellt mit toolkumpel.com – Anweideplan-Generator
Warum man Pferde langsam anweidet
Über den Winter ist der Verdauungstrakt des Pferdes auf Heu eingestellt. Frisches Weidegras enthält viel Zucker (Fruktan), Eiweiß und Wasser. Wird zu schnell zu viel davon gefressen, drohen Kolik, Durchfall und vor allem Hufrehe. Deshalb gewöhnt man das Pferd über zwei bis vier Wochen schrittweise an die Weide: Man beginnt mit wenigen Minuten und steigert die Weidezeit Tag für Tag.
So funktioniert der Plan
Der Generator beginnt am Startdatum mit der eingestellten Start-Weidezeit und erhöht sie pro Schritt um die tägliche Steigerung, bis die Ziel-Weidezeit erreicht ist:
Weidezeit Tag 1 = Start-Weidezeit nächster Schritt = vorherige Zeit + Steigerung (alle X Tage) Plan endet, sobald die Ziel-Weidezeit erreicht ist
Für ein gesundes Pferd sind etwa 15 Minuten Start und +15 Minuten pro Tag bis rund 4 Stunden üblich – danach ist meist ganztägiger Weidegang möglich. Für stoffwechselempfindliche Pferde (EMS, Insulinresistenz, Cushing/PPID, Hufrehe-Veranlagung, leichtfuttrige Ponys) startet man kleiner, steigert langsamer (z. B. alle zwei Tage) und bleibt bei einer begrenzten Weidezeit.
Praxis-Tipps
Möglichst in den frühen Morgenstunden anweiden – nach einer kühlen Nacht ist der Fruktangehalt am niedrigsten. An sonnigen Tagen nach kalten Nächten ist er am höchsten.
Nie auf nüchternen Magen auf die Weide – vorher Heu anbieten, dann frisst das Pferd langsamer und ruhiger.
Bei EMS- oder Rehe-Gefahr helfen Fressbremse/Maulkorb oder eine kleine, schon abgefressene Fläche; im Zweifel Tierarzt oder Fütterungsberatung hinzuziehen.
An heißen, schwülen oder sehr nassen Tagen die Weidezeit eher kürzer halten.
Musst du einen Tag aussetzen (Krankheit, Wetter, keine Zeit), markiere ihn im Plan mit dem ✕ – er wird hinten angehängt. Nach einer längeren Pause lieber eine Stufe zurückgehen und etwas langsamer wieder aufbauen.
Nur eine Orientierung: Dieser Plan liefert einen üblichen Richtwert-Fahrplan und ersetzt keine tierärztliche Beratung. Der richtige Anweide-Verlauf hängt von Pferd, Rasse, Gewicht, Vorgeschichte (z. B. früherer Hufrehe), Grasbestand und Wetter ab. Bei Stoffwechselerkrankungen, Übergewicht oder Rehe-Risiko die Weideführung bitte individuell mit Tierarzt oder Fütterungsberater abstimmen.